Sebastian Lobinger

Die Berge sind meine Heimat

Euer gepackter Wanderrucksack

Wenn ihr, wie ich es so oft tue vor habt zu wandern, dann wird jedem halbwegs erfahrenen Wanderer schnell die Idee kommen die Wanderung zu planen und sich gedanklich mit der Reise zu beschäftigen. Um Matthias Claudius zu zitieren: „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen. Drum nahm ich meinen Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“ Doch wenn man vom Ende des 18. Jahrhunderts absieht, ist in der heutigen Zeit und mit unseren Vorhaben meist mehr notwendig als Stock und Hut. Heute beschränken wir uns mal auf leichte Tagestouren oder auch Wanderungen mit einer Übernachtung auf einer Hütte. Wie viele Beteiligte die Wanderung hat ist dabei nicht wichtig. Heute gehts also um die Wanderausrüstung!

Der Rucksack

Wenn wir uns über unsere Wanderungausrüstung Gedanken machen, dann landen wir schnell beim Packen unseres Rucksacks. Hier sollten schon Überlegungen angestellt werden, noch bevor das erste Teil im Rucksack landet. Sofern mal die Wahl hat, sollte man sich über die richtige Rucksackgröße Gedanken machen. Für Tagestouren, oder auch eine eventuelle Übernachtung reicht ein normaler 25 Liter Rucksack, je nachdem was man sich abseits der Einpack-Klassiker noch so mitnimmt. Größere Rucksäcke sind schwerer und auch der Tragekomfort wird bei zunehmender Größe nicht besser. Abhängig von der Art des Rucksacks kann eine gewisse Strategie beim Packen helfen, im Fall des Bedarfs leicht an die Gegenstände zu kommen, die man grade benötigt. Es gibt beim Rucksack ja sowohl Frontloader als auch Toploader bzw. beides. Abhängig davon kann die Art seinen Kram zu packen auch abweichen. Aber nun zu den Gegenständen die auch wirklich auf die Reise mitkommen sollten:

Erste Hilfe!

Sicherheit geht vor. Das First Aid Kit oder auch das Erste Hilfe Paket sollte auf keiner Wanderung, mag sie noch so klein sein fehlen. Seit ich mich einmal auf einem Spaziergang ohne Erste Hilfe Paket verletzt habe, gibt es keine Wanderung und keinen Ausflug ohne den kleinen Helfer. Im Zweifelsfall kann ein Erste Hilfe Paket über den weiteren Verlauf und den möglichen Abbruch einer Wanderung entscheiden. Das kleine Zusatzgewicht, dass Gott sei Dank zu 99% der Zeit ungebraucht im Rucksack herumliegt, kann in kleineren Rucksäcken eigentlich überall hin, falls man alleine ist und keinen Frontloader Rucksack besitzt, sollte man es vielleicht für den Notfall immer etwas weiter oben halten. Ansonsten kann es auch unten am Boden liegen und die Partner holen es einem im Notfall heraus.

Wenns nass wird

Wer schon mal in den Bergen einen Regenschauer erlebt hat weiß, dass es schnell und unvorhergesehen zu einem Schlechtwetter kommen kann. Deshalb ist ein weiterer Pflichtgegenstand im Rucksack ein Regenschutz. In heutiger Zeit werden sogenannte Ponchos, also Regenmäntel teils mit, teils ohne Ärmel immer interessanter. Für mich persönlich sind sie zum Wandern nicht geeignet, da sie die Bewegungsfreiheit meist einschränken und leider oft auch nicht sehr reißfest sind. Natürlich sollte man den Vorteil dieser meist kompakten Regenschützer nicht missachten. Sie bedecken meist mehr als normale Regenjacke und gehen oft unter das Gesäß. Der Vorteil von Regenjacken ist klar. Sie sind, sofern die richtige gekauft, wie eine zweite Haut. Sie schränkt die Bewegung nicht ein und schützt vollständig vor Regen, Wind und Kälte. Die Arme sind frei und üblicherweise sind sie mit vielen Reißverschlusstaschen ausgestattet. Deshalb sind Regenjacken mein klarer Favorit und sollten deshalb unbedingt in den Rucksack. Für spontane Regenschauer wie sie in den Alpen oft vorkommen, sollte sie immer ganz oben im Rucksack sein und so griffbereit wie nur möglich.

Für die Folgetage…

Reservewäsche ist unumgänglich, zumindest das notwendigste was problematisch sein könnte. Selbst wenn man keine Übernachtung plant ist ein leichtes Funktionsshirt als Ersatz falls man doch mal nass werden sollte eine große Hilfe um die Wärme zu erhalten. Auch als zweite dünne Schicht bei Kälteeinbrüchen können die Leichtgewichte Wunder wirken.

Das Werkzeug

Ein Multitool ist ebenfalls eines dieser Mitbringsel ohne viel Gewicht und mit großem Nutzen, wenn man sie mal braucht. Stöcke gehen kaputt, man kriegt irgendetwas nicht auf und man muss etwas abschneiden. Empfehlen kann ich hier entweder Taschenmesser von Victorinox, vor allem die größeren Modelle mit mehreren Funktionen oder die klassischen Leatherman. Beide helfen einem eigentlich in jeder Standardsituation aus. Welche Marke man wählt hängt hauptsächlich vom eigenen Geschmack ab.

Unser wichtigstes Gut

Trinkwasser: Viele Sportler setzen mittlerweile auf Trinkblasen. Zum Thema Trinkblasen werde ich bald einen eigenen Artikel verfassen, daher hier nur ganz kurz: Trinkblasen haben natürlich den Vorteil, dass sie nicht das Gewicht einer Trinkflasche haben, jedoch auch nur in Kombination mit einem richtigen Rucksack eingesetzt werden können. Generell empfehle ich leichte Flaschen und am besten Falschen mit einem unkomplizierten dichten Mundstück. Da Flüssigkeit je nach Menge recht schwer wird, sollte man darauf achten sein Trinken im Rucksack so zu verteilen, dass der Rucksack dann nicht einseitig hängt.

Der größte Feind – die Kälte

Warmes Gewand: Ob man auf Fleece Westen oder Softshell Jacken schwört bleibt jedem selbst überlassen, ich empfehle für die kühlen Tage kuscheliges Fleece. Das ergibt einen tollen Wärmeerhalt und recht schwer wird der Rucksack dadurch auch nicht.

Fazit

Wenn ihr euren Tagesrucksack mit den oben genannten Dingen packt, habt ihr auf jeden Fall schon mal eine perfekte Basis an Wanderausrüstung für eine gut ausgestattete Tagestour und seid auf jede mögliche Situation vorbereitet. Wer jetzt noch an die Kleinigkeiten wie Kompass für den Notfall, ein Handy, Taschentücher, Geldbörse mit Alpenvereinsausweis und Co. mit dabei hat, kann bedenkenlos sofort losstarten. 

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